Weniger ist mehr

Hallo du,

heute ist wieder Montag und Zeit für meine Gedanken…

Schenkst du auch soooo gern? Es ist einfach wundervoll, wenn sich unser Kind bzw. unsere Kinder daran erfreuen, Spaß haben und sich eine Zeit damit vergnügen.

Aber… kennst du das auch, dass du manchmal das Zimmer deines Kindes betrittst und den Gedanken hast, dass doch eventuell das eine oder das andere Spielzeug zu viel vorhanden ist? Oder auch, dass es auch 5 Autos sein könnten, anstatt 12, ein Kinderwagen anstatt 3?

Wenn es dir auch so geht, bist du in keinem Fall allein.

Es geht uns allen Eltern so, weil einfach das Schenken und die Freude unsere Kinder (erstmal) alles überwiegt. Wenn es allerdings dazu kommt, dass unser Kind dieses oder jenes Spielzeug nun eventuell doch nicht so wertschätzt, wie wir es uns wünschen würden, das Kinderzimmer im Chaos versinkt und wir abends einfach keine Kraft mehr haben, das ALLLLEEEESSS aufzuräumen, fragen wir uns manchmal doch, „Gibt es hier zu viel Spielzeug?“

Wie ein Kinderzimmer gestaltet sein könnte, damit es sowohl kreative, als auch ruhige und sinnliche Momente genießen und ausleben darf, werde ich dir bald noch schreiben und auch, wie du dein Kind am besten darin begleiten kannst, aufräumen bindungsnah zu erlernen und zu ritualisieren.

Wenn ein Kind einen Gegenstand, ein Spielzeug oder Kuscheltier, wirklich und von tiefstem Herzen wertschätzen „soll“, ist es wichtig, zu allererst, dass es von diesem Spielzeug nicht eine große Masse geben sollte.

Es macht niemals die Quantität, sondern die Qualität, also die bewusste, achtsame und explizite Spielzeit, die dein Kind mit diesem Lieblingsspielzeug verbinden und

 verbinden kann, aus. In dieser Zeit darf es tief in seine Phantasiewelt eintauchen, sich von nichts ablenken lassen und diesen Gegenstand vollends mit Lust und Laune bespielen, sinnentfremden, neu erfinden u.v.m.

Hat ein Kind zu viel von etwas, wird es schnell reizüberflutet und es fällt ihm beizeiten schwerer, sich für einen Gegenstand zu entscheiden. Das Spiel wird möglicherweise nie ganz tief und vor allem ausdauernd werden und es wird dazu neigen, von einem zum anderen zu springen. Dies kann sich auch in einer inneren Unruhe oder Sprunghaftigkeit bemerkbar machen.

Schön ist es aber dennoch, wenn ein Kind ab und zu etwas „Neues“ bekommen darf.

Das muss allerdings nicht unbedingt ein neu gekauftes Spielzeug sein, sondern eher eines, welches in den letzten Wochen oder auch Monaten an einem Ort, dem Keller, Schlafzimmer „gewohnt hat“.

Kinder erfreuen sich an solchen altbekannten neuen Spielzeugen genauso wie an tatsächlich neuen.

Sie wertschätzen diesen Gegenstand wieder und verbringen wieder mehr Zeit damit.

Dieses Wenige fährt dazu, dass sie es schätzen, beachten, achtgeben, vorsichtig sind, weil ein emotionaler Wert, eine emotionale Verbindung besteht. Wir können unseren Kindern nicht beibringen, Dinge wertzuschätzen, sie müssen es fühlen, spüren und von innen heraus wollen, denn WENIGER ist MEHR!

Nutze doch diese Woche dafür, um zu beachten (höchstwahrscheinlich wirst du es jetzt schon wissen), mit welchem Lieblingsspielzeug dein Kind wirklich täglich spielt.

Beobachte dies ruhig ein paar Tage lang.

Wenn offensichtlich ist, welche Dinge dein Kind momentan nicht bespielt, es können sowohl die restlichen 12 Autos sein oder eben auch ein Einzelstück, sortiere sie aus und schau, was passiert.

Diese Spielzeuge können z.B. alle 6-8 Wochen wechseln, je nachdem, welche die gegenwärtigen Lieblinge sind.

So ist das Kinderzimmer nicht überfrachtet, dein Kind hat „Raum“ für ein ganz intensives und langes Spielen und du musst abends nicht ewig sortieren und aufräumen. 

Wie klingt das für dich?

Probiere es gern aus und erzähle mir, wie es lief!

Ganz viel Spaß dabei!

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